17120 - Klauencheck

Die Messlehre mit 5 Funktionen für den richtigen Klauenschnitt

  • Kontrolle des Winkels zwischen Sohle und äußerem Tragrand
  • Prüfung der äußeren Tragwandlänge
  • Vergleich der Klauenhöhe
  • Kontrolle der Sohlenplanlage
  • Visuelle Kontrolle der Hohlkehlung

Die Kontrolle der korrekten Form und Funktion von Klauen läßt sich mit Hilfe der Klauenmeßlehre "Klauen-Check" erheblich vereinfachen. Die Klauenmeßlehre kann allerdings nur Richtwerte geben. Sie soll keineswegs dazu dienen, Rinderklauen in eine starr schematische Form zu pressen. Ihre Anwendung ist nur bei normal gewachsenen Klauen sinnvoll. 

Folgende Funktionsparameter der Rinderklauen können Sie mit dem Klauen-Check prüfen: 

  1. Kontrolle des Winkels zwischen Sohle und vorderer Klauenwand (Tolerierbare Werte 45-50°). Der Ausschnitt des Klauen-CheckS hat 50°.
  2. Prüfung der vorderen Tragwandlänge. Bei durchschnittlich großen Deutschen Schwarzbunten Kühen beträgt der Abstand vom Kronsaum bis zur Klauenspitze etwa 82 mm. Bei der Klauenpflege kann das vordere Wandhorn durch einen senkrecht zur Sohlenfläche verlaufenden Schnitt auf eine Länge von 75 mm gekürzt werden. Anschließend wird die Sohle abgetragen, bis der Klauen-Check sich dem Sohlen- und Wandhorn bündig anlegen läßt.
  3. Höhenvergleich zwischen Innen- und Außenklaue. Dazu wird der Klauen-Check am angehobenen Fuß und die Sohlenfläche der Ballen angelegt.
  4. Kontrolle der Sohlenplanlage. Vor allem bei der Verwendung von Winkelschleifern besteht die Gefahr, dass ein dachförmiges Klauenprofil entsteht. Durch flaches Auflegen des Klauen-CheckS kann dies gut überprüft werden.
  5. Kontrolle der Hohlkehlung. Der Klauen-Check wird mit nach hinten gerichteter Öffnung flach auf die Sohlen gelegt. So haben Sie freien Blick auf das hintere Sohlendrittel und können leicht prüfen, ob dort eine ausreichende Hohlkehlung mit etwa 5 mm Sicherheitsabstand zum Boden besteht.