Schon von Beginn seiner Selbständigkeit an produzierte Andreas Rosensteiner diverse Erdschaufeln als Auftragsarbeit. Aufgrund des Erfolges der Klauenstände wurde dieses Segment jedoch vorübergehend aus Platzgründen eingestellt. Erst 1987, nach dem Neubau der Werkstätte, war die Produktion wieder möglich. Von diesem Zeitpunkt an, bis 1998, wurden viele Bausätze zum Selberschweißen an Landwirte und Schulen verkauft.
1989 kam die Idee, diese einfache „Kiste“ funktioneller zu machen. Der Ehrgeiz des inzwischen angewachsenen Teams bei Rosensteiner ließ einfach nicht zu, sich mit primitiven Mitbewerbsprodukten zu vergleichen. Außerdem wäre es nur logisch, Dinge, die zu transportieren sind, auch hydraulisch aufzuheben oder abzuladen. So entwickelte man die erste „Hydrokipp“, die gleich mit zwei nacheinander folgenden Zylindern viel Kraft und einen großen Schwenkbereich ermöglichte. Sie war auch die erste Kippschaufel, die in verschiedenen Breiten und bis 2,5 t Nutzlast erhältlich war. Kaum am Markt, wurde 1992 der kleiner Bruder „Hydro Boy“ vorgestellt.
In kürzester Zeit unterschied sich Rosensteiner vom Mitbewerb durch mehr Vielfalt, viel Zubehör, mehr Funktionen und Einsatzmöglichkeiten…
Als dann die Freisichttraktoren mit abgerundeter Motorhaube kamen, war die eckige Kippschaufel für Andreas Rosensteiner ein untolerierbarer Stilbruch. Wie schon bei den Klauenständen auch, holte er einen Designer, um das Gerät schöner und auch für Herstellung und Anwendung funktionell zu gestalten.
Ende der 90er Jahre kam nun die neue „kampfstarke“ Serie der Rosensteiner Kippschaufeln Kendo, Judo, Samurai und Sumo. Geniale Transportgeräte für den täglichen Kampf der Landwirte, aber auch eine unvergleichliche Kampfansage an den Mitbewerb. Als man bemerkte, dass Vergleiche mit dem Mitbewerb gar nicht mehr zulässig sind, weil die Schere zu weit auseinander geht, trennte man sich auch vom Begriff der Kippschaufel.
„Dreipunkt-Laster – mehr als nur Kippschaufeln“ war die Aussage, und die Landwirte verstanden rasch, dass hier eigentlich ein neues Landtechnikgerät entstanden war. Heute sind die Dreipunkt-Laster um noch eine Type und das sensationelle Adaptersystem reicher geworden, so dass nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten für alle Traktoren und Lader in Landwirtschaft und Kommunalwesen gegeben sind.